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Transitivität

geschrieben von Mark Shoulson am Donnerstag, 29. August 1996. Importiert aus dem FAQ der Mailingliste (1), mit freundlicher Genehmigung von d'Armond Speers

Verben gibt es in zwei verschiedenen Sorten: transitive und intransitive Verben. Alle Verben können Subjekte an sich binden. Das Subjekt eines Verbs ist das, was etwas tut; und zwar unabhängig davon was das Verb bedeutet.

Bei einem intransitiven Verb ist dies die einzige Sache, die notwendig ist: Jemand, der etwas tut. So ist Qong schlafen ein intransitives Verb im Klingonischen: jIQong Ich schlafe, Qong HoD der Captain schläft usw. Das ist alles. Keine andere Sache ist in das Schlafen involviert. Intransitive Verben nutzen kein-Objekt-Präfixe, da sie kein Objekt haben.

Transitive Verben haben zusätzlich ein "Objekt", das im Grunde der Empfänger der Handlung ist. Wenn du etwas isst, dann bist du involviert (als die Esserin oder der Esser) und auch etwas Anderes spielt hier mit hinein: das, was gegessen wird. Du isst das Essen. Das macht transitive Verben aus: Es sind Verben, die (nicht immer zwingend) ein Objekt benötigen. vISop Ich esse es, qagh Sop HoD Der Captain isst das Gagh. Transitive Verben tragen in der Regel Präfixe, die sich auf Objekte beziehen. Beachte bitte, dass ein transitives Verb im Klingonischen auch ein kein-Objekt-Präfix tragen kann, was dann so etwas wie "generell" andeutet. maSop wir essen: Offensichtlich essen wir IRGENDWAS, aber dieses Irgendwas ist uns nicht wichtig genug als dass wir es erwähnen. Wir sagen nur, dass wir generell den Akt des Essens ausführen; das Objekt spielt hier keine Rolle.

Das -moH-Suffix überführt intransitive Verben in transitive Verben (was mit Verben geschieht, die bereits offensichtlich ein Objekt haben ist ein anderes Thema). jIQong Ich schlafe wird zu qaQongmoH Ich mache, dass du schläfst. Siehe auch die Unterschiede zwischen vem und vemmoH, usw.

Die Eigenschaft, von der ich behauptet habe, dass sie eine Besonderheit im Englischen [und auch im Deutschen, siehe "Anmerkung des Übersetzers"] ist, gibt es im Klingonischen nicht. Da würde sogar Krankor auf Basis der bekannten Canon-Wörter zustimmen. Im Englischen werden viele Verben sowohl transitiv als auch intransitiv verwendet und der Unterschied zwischen beiden Varianten verändert die Bedeutung drastisch. Im Beispiel wISop / maSop gibt es fast keinen Unterschied: In beiden Fällen sagen wir, dass wir mit dem Essen beschäftigt sind und der einzige Unterschied ist ob wir erwähnen möchten, was wir essen. Sogar wenn Qong ein Objekt tragen könnte (ich weiß nicht, vielleicht kann man "ein Bett schlafen" oder "eine Nacht schlafen"), wäre der Unterschied nicht besonders groß. Ich glaube wir wären uns alle einig, dass der Satz immer noch aussagt, dass das Subjekt schläft.

Aber denke an die Sätze "Der Stab brach" und "Der Stab brach die Tasse (entzwei)". In beiden Sätzen haben wir das gleiche Verb (brechen). In einem Satz ist es transitiv, im anderen Satz intransitiv. Aber schau dir den Unterschied in der Bedeutung an! Was fliegt am Ende in Stücke? Es ist ein großer Unterschied. Im ersten Satz ist es der Stab, der das Brechen ausführt, entweder durch äußeren Einfluss oder von sich aus.

Im zweiten Satz ist es der Stock, der etwas Anderes zum Brechen bringt. Das ist ein ganz schöner Unterschied. Andere Beispiele machen dies sichtbar: "Bob ertrank" / "Bob ertränkte Carol.". "Der Kran bewegte (sich)" / "Der Kran bewegte den Balken". "Der Himmel verdunkelte (sich)" / "Die Wolke verdunkelte den Himmel" usw.

Es ist genau diese Eigenschaft, die es meiner Meinung nach im Klingonischen nicht gibt. Die pure Existenz des -moH-Suffixes legt dies nahe. So gibt es die Wortpaare aus dem Canon wie vem / vemmoH, poS / poSmoH, SoQ / SoQmoH, taD / taDmoH, Qop / QopmoH usw., die alle mit einem einzigen Wort im Englischen übersetzt werden könnten: "Ich erwachte."/"Ich machte den Gefangenen wach." "Die Tür öffnete sich."/"Der Trottel öffnete die Tür." "Das Fenster schloss sich vor meinen Fingern."/"Du Depp, du hast das Fenster direkt vor meinen Fingern geschlossen." "Das Wasser gefror"/"Der kalte Luftzug gefror das Wasser." "Meine Schuhe sind durchgelaufen."/"Das raue Gelände hat meine Schuhe zum Durchlaufen gebracht." usw.

Anmerkung des Übersetzers

Die im letzten Absatz erwähnten Beispiel hinken in der deutschen Übersetzung. Die englische Variante verwendet tatsächlich die selben Wörter, wie in "I woke up" und "I woke up the dog". Im Deutschen werden in solchen fällen tatsächlich verschiedene Wörter verwendet: "ich wachte auf" aber "ich weckte den Hund auf".

In manchen Fällen funktioniert das Beispiel jedoch, so wie in den Sätzen "Der Stab brach" und "Der Stab brach die Tasse (entzwei)".

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

1 : FAQ der Mailingliste

Kategorie: Grammatik    Letzte Bearbeitung: 08 Apr 2016, durch MarcZankl    Erstellt: 08 Oct 2015 durch MarcZankl


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